2022 ist für uns ein ganz besonderes Jahr:

 

der Konzertchor Braunau feiert sein 175jähriges Bestehen!

  

 

 

Requiem in c-Moll MH 155 (Schrattenbach-Requiem)

Johann Michael Haydn

 

6. November, 17 Uhr

Stiftskirche Ranshofen

 

 

Informationen zum Kartenverkauf folgen in Kürze

Probentermine 

 


 

 

Gemeinsames Jubiläumskonzert am 11. Juni 2022 mit

  • Chorklasse des Gymnasiums Braunau - Leitung Matthias Kritzinger
  • Chorgemeinschaft Liederkranz BraunauKirchenchor Neukirchen/Enknach - Leitung Albert Plasser
  • Chor der Pfarre Maria Königin - Leitung Wolfgang Korinek
  • MGV Lyra Braunau - Leitung Sofiia Weigand
  • InnVOKAL - Leitung Eva Leitner
  • Musikfreunde Braunau-Simbach

Solistinnen: Eva Leitner und Martina Rutmann

Organist: Daniel Damoser

 

Bei diesem Konzert durften wir "May The Road Rise", eine Auftragskomposition von Gabriel Romberger uraufführen YouTube Video May The Road Rise

 

Das ganze Konzert gibt es hier zum Nachhören YouTube Video Jubiläumskonzert

 


Nach einem Aufruf an die „Herren Gesangsfreunde Braunaus“ wurde im Jahr 1847 die Liedertafel gegründet, die in den ersten Jahren ihres Bestehens ein reiner Männerchor war. Erst 1875 wurde der Chor um ein Oberstimmenensemble erweitert. 

Im ersten großen Konzert am 20. März 1848 wurde unter anderem Beethovens „Die Ehre Gottes aus der Natur“ aufgeführt. In Erinnerung daran wird mit diesem Werk das Jubiläumskonzert eröffnet. 

In den 1850er Jahren übernahm der aus Prag stammende Organist, Komponist und Lehrer Robert Führer (1807 – 1861) als „Konzertkompositeur und Kapellmeister“ die musikalische Leitung des Chores, der dadurch einen ersten künstlerischen Höhepunkt erlebte. Im Jubiläumskonzert erklingt von ihm das „Te Deum“ für Chor und Orchester. 

Der Chor erlebte bis in die 1930er Jahre viele Höhen, die sich in der Organisation und der Teilnahme an Gesangsvereinstreffen manifestierten. Aber auch Tiefen gehören zur Vereinsgeschichte. 1938 wurde der Chor durch die Braunauer Kreisleitung aufgelöst und die Verschmelzung mit den anderen Braunauer Chören verordnet. 

1951 kam es zur Wiederbelebung der Liedertafel. In den darauffolgenden Jahren wirkte der Chor unter anderem bei sommerlichen Opernproduktionen im Stadttheater mit. 

Ab 1958 übernahm Dr. Rudolf Schmidt, damals junger Musikprofessor am Gymnasium Braunau für 32 Jahre die Chorleitung. Seine Tätigkeit hinterließ eine deutliche Handschrift. Sehr behutsam führte er ein, dass die Proben nicht mehr am Wirtshaustisch bei Bier und Wein stattfanden. Es wurde ein Probenlokal im Rathaus Rückgebäude gefunden, ins Wirtshaus ging man ab nun nach der Probe. Es wurden A-capella Chormusik von Renaissance bis zur Gegenwart aufgeführt, aber ebenso große Chor- Orchesterwerke im Zusammenwirken mit dem Orchester der Musikfreunde Braunau-Simbach und Solisten aus nah und fern.

Nach 1990 übernahmen die musikalische Leitung des Chores Thomas Pumberger, Alois Beer, Alois Glaser, Anselm Ebner und seit 2014 Bernhard Schneider. Mit großem musikalischem Können und viel Einfühlungsvermögen entstanden Konzerte, Gottesdienstgestaltungen, weltliche Konzerte, die das kulturelle Leben der Stadt und deren Umgebung prägten. 2015 erfolgte die Umbenennung in „Konzertchor Braunau“. Die umfangreiche Konzerttätigkeit kann in der Homepage des Chores unter Chronik nachgelesen werden.

Im Jubiläumskonzert zum 175jährigen Bestehen erklingt Musik aus den Anfängen des Chores. Es wird auch die Hl. Cäcilia, die Schutzpatronin der Musiker, mit einem Chor aus Händels „Alexanderfest“ gewürdigt. Der Chor erteilte Gabriel Romberger, einem jungen Musiker und Komponisten aus Mining einen Kompositionsauftrag. Auch dieses Werk wird erklingen. 

In der Tradition aus den Anfängen des Chores wurden Chöre aus Braunau und Simbach eingeladen am Jubiläumskonzert mitzuwirken. Einige sind dieser Einladung gefolgt.

„Spät erklingt, was früh erklang. Glück und Unglück wird Gesang.“ Dieses Zitat aus Goethes „Zahmen Xenien“ hat der Chor bei seiner Gründung als Motto ausgewählt. Musik aus allen Epochen weckt in uns Menschen Emotionen – vom Glück bis zum Unglück – und vereint uns im Gesang.

Gertrude Loidl, Obfrau-Stellvertreterin